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MüKi Wohnhausumbau mit Laden - Münsterberg 14 Basel

Der Münsterberg verbindet die Freie-Strasse mit dem Münsterplatz. Die Bauten auf der rechten Seite des Münsterberges (gerade Hausnummern) gruppieren sich am Fuss des Münsterhügels unter dem mächtigen Gebäudekomplex des ehemaligen Domhofes, der als gegenreformatorischer Schachzug des Bischofs 1578 an die Stelle eines Domherrenhofes entstanden war. Die Häusernamen der obersten Liegenschaften beidseits der Gasse lassen auf Frühe Adelssitze schliessen, die trotz ihrer geringen Grösse ihrer zentralen Lage wegen attraktiv waren. Vom 16.Jh. an wohnten fast ausschliesslich Handwerker am Münsterberg. Die Liegenschaft Nr.14 "Zum untern Freiburg", erwarb der Päpstliche und kaiserliche Notar Hermann Jeger von Spangenberg während des Baslers Konzils 1434 das Haus und erhielt zwei Jahre später die Erlaubnis, dieses höher zu bauen. Rechts der Haustür wurde 1922 im EG eine moderne Schaufensterfront eingebaut. Im 1.OG sind drei barocke Fenster, im 2.OG zwei gotische Dreierfenster und im zweigeschossigen Dach zwei Gaupen und Oblicht zu sehen. Das Prunkstück des Hauses ist die ehemalige Notariatsstube im 1.OG neben Nr.16. Darin befindet sich eine geschnitzte, leicht gewölbte Holzdecke aus dem 15.Jh. 1993 wurden umfangreiche Renovationsarbeiten ausgeführt. Der Laden im EG wird um eine Treppenanlage entlang der Schaufensteranlage zum Gewölbekeller im UG ergänzt. Die Wohnung mit der historischen Holzdecke im 1.OG und die Maisonette-Wohnung im 2., 3., und DG werden mit neuen Nasszonen ausgestattet und durch historisch gesehen, richtig interpretierten neuen Elementen additiv ergänzt. 1998 erhält die Maisonette-Wohnung einen auf den Innenhof orientierten Balkon.

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